Für ein besseres Leben.

PROJECT TOGO arbeitet direkt mit den Menschen und Möglichkeiten vor Ort, direkt am Bedarf, direkt am Potenzial des Lebensraumes.

PROJECT TOGO steht für die direkte Lebensverbesserung von Menschen

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Im Rahmen von PROJECT TOGO binden wir die Bereiche Wasser, Energie, Gesundheit, Bildung und Soziales direkt in die Projektentwicklung mit ein. Neben der Aufforstung von Brachflächen verwirklicht PROJECT TOGO die Verbesserung sozialer Strukturen und Lebensbedingungen für die Menschen in der Projektregion. Dazu hat PROJECT TOGO einen Fünfjahresplan erarbeitet, dessen Ziele auf den kommenden Seiten beschrieben werden. Bei PROJECT TOGO liegt ein eindeutiger Schwerpunkt in der Verbesserung der sozialen Strukturen. Innerhalb dieser Zeit wollen wir in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Bildung, Energie und Soziales nachfolgende Verbesserungen bzw. Ziele erreichen.

Verbesserungen orentieren sich am Bedarf der Menschen

Die Basis für die empirische Untersuchung bildet eine Stichprobe von 578 Personen im Alter zwischen 17 und 82 Jahren. Diese stammen alle aus der Projektregion. Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt ca. 41 Jahre. Befragt wurden neben den Königen das CVD (das Dorfentwicklungskommittee), sowie männliche und weibliche Dorfbewohner. In Bezug auf die Verteilung der Geschlechter waren Männer und Frauen unterschiedlichen Alters gleichermaßen an der Befragung beteiligt.

Die Interpolationen ergibt, dass mindestens 6.000 Menschen Im Untersuchungsgebiet leben. Berücksichtigt wurden hierbei die Städte Atiyi, Sokpo Copé, Woutegblé,Damade, Adina Copé und Seva, welche in der Summe rund 4.255 Einwohner ergeben. Hinzuzurechnen sind zusätzlich noch einige Dörfer im Norden und Süden des Projektgebietes, welche noch nicht erfasst wurden. Die Befragung zeigt, dass durchschnittlich 7 Personen in einem Haushalt leben und 5 (4,7) Kinder pro Haushalt geboren werden. Bei der Untersuchung wurden unter anderem die Einkommensquellen der Bevölkerung in den Projektregionen untersucht. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Mehrheit der Befragten ihren Lebensunterhalt durch landwirtschaftliche Produktion und Verkauf bestreitet.

Angegebener Bedarf in der Bevölkerung

Die größten Bedarfe der befragten Gruppen im Gesamtdurchschnitt liegen in der Wasserversorgung (68% der Befragten), dem Zugang zu Elektrizität (55%) und im Ausbau der Infrastruktur (43%). Hinzu kommen der Wunsch nach Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen, bezahlbarer medizinischer Versorgung und sanitären Einrichtungen.

Erwartungen an PROJECT TOGO

In einem weiteren großen Themenabschnitt  wurden die Erwartungen an das Project Togo genauer beleuchtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Erwartungen an das Projekt durchweg positiv sind und 100% der Befragten sich durch die Projektaktivitäten eine Verbesserung ihrer Lebens- und Beschäftigungssituation erhoffen. Bei der Charakterisierung der erhofften Verbesserungen ist auch eine klare Tendenz erkennbar. 

Water TOGO

Auf einem Hochplateau nahe der Grenze zu Ghana liegt ein Dorf. Teka Agbato, Mutter mehrerer Kinder erzählt: „Schon meine Mutter und ihre Mutter haben hier Wasser geholt, so wie alle im Dorf. Dass der Aufstieg jedes Jahr etwas mühsamer wird, liegt wohl an meinem Alter“, sagt sie lächelnd. „Schlimm sind immer nur die Waschtage. Da muss ich vier- bis fünfmal Wasser holen und dass ich die kleine Sabine mittrage, macht es nicht leichter. So ist es aber bei uns und so war es schon immer. Vor einigen Jahren hieß es, wir bekommen einen Brunnen, aber irgendwie hat das dann doch nicht geklappt. Also gehen wir weiter den Berg hinunter und schöpfen unser Wasser selbst. Machmal ist es ja auch ganz lustig. Wenn die anderen Frauen aus dem Dorf auch unten sind und die Männer auf dem Feld arbeiten, können wir uns unge-stört unterhalten. Dann bleiben wir schon mal eine halbe Stunde hier im kühlen Schatten sitzen. Jetzt sind wir uns aber sicher, dass es klappt mit dem eigenen Brunnen. Das Geld dafür kommt aus dem Klimaschutzprojekt und wurde schon unserem Dorfchef übergeben.“ Solche und mehr Geschichten erzählt PROJECT TOGO Tag für Tag.

Was wir in den nächsten fünf Jahren erreichen wollen

Der Brunnenbau ist aufwendig und teuer. Kaum ein Dorf kann sich einen eigenen Brunnen leisten.PROJECT TOGO möchte sicherstellen, dass jeder im Projektgebiet innerhalb der nächsten fünf Jahren Zugang zu frischem Trinkwasser hat.Dazu werden wir in 14 Siedlungen und Dörfern im Projektgebiet jeweils einen Pumpbrunnen, zum Teil mit Solarpumpe und Speicherbecken, installieren. Zusätzlich erhält jede von uns gebaute Schule einen eigenen geschlossenen Brunnen (Alle Brunnen sind in geschlossener Bauweise konzepiert um Verunreinigungen und Unfällen vorzubeugen).

Health TOGO

 Vom Klimawandel hat Kokuta Dzaessi schon gehört und über die Jahre Veränderungen festgestellt. Der Regen kommt nicht mehr zuverlässig und zur rechten Zeit. Als er ein Kind war, konnte man sich auf die große und kleine Regenzeit verlassen und wusste, wann man die Felder vorbereiten musste. „Aber mein größeres Problem ist mein ältester Sohn Armen. Als er zwei Jahre alt war, bekam er plötzlich hohes Fieber. Auf dem Moped brachten wir ihn in das 30 km entfernte Krankenhaus. Dort gab man ihm eine Spritze und das Fieber ging zurück. Erst viel später stellte sich heraus, dass die Spritze falsch platziert wurde. Zwei Monate nach der Behandlung wurde der rechte Fuß, wo er die Spritze bekam, steif. Heute ist Armen 11 Jahre alt und kann nur schwer laufen. Mit den anderen Kindern kann er nicht richtig spielen und herumtollen. Um seine Zukunft mache ich mir große Sorgen.“ Solche und mehr Geschichten erzählt PROJECT TOGO Tag für Tag.

Was wir in den nächsten fünf Jahren erreichen wollen

PROJECT TOGO errichtet Health Center und stellt die medizinische Infrastruktur zur Betreuung der lokalen Bevölkerung zur gesundheitliche Grundversorgung zur Verfügung. In den nächsten fünf Jahren wollen wir darüber hinaus die Kindersterblichkeit um mehr als 50% in der Projektregion reduzieren.

Schools TOGO

Kokou Noulago kommt aus Lomé, ist Leiter einer kleinen Schule in der Region Agou und betreut mit seinen drei Mitarbeitern in drei Klassen 160 Schüler. „Vor einigen Jahren mussten wir ein Gebäude komplett räumen, da Einsturzgefahr drohte. Seither ist die erste und zweite Klasse in einer kleinen Hütte, die wir provisorisch errichtet haben, untergebracht“. Schutz vor Wind und Wetter bietet die kaum. In den Regenzeiten im Juni und Oktober fällt deshalb der Unterricht regelmäßig aus, dann gibts regenfrei, denn die Schulräume stehen unter Wasser. Solche und mehr Geschichten erzählt PROJECT TOGO Tag für Tag.

 Die ländliche Region ist zum großen Teil immer noch nicht mit geeigneten Schulen ausgestattet. Oft werden von den Dörfern selbst provisorische Hütten gebaut, die traditionell mit einem Strohdach gedeckt sind. In den Regenzeiten fällt deshalb oft der Unterricht aus.

PROJECT TOGO wird in den nächsten fünf Jahren jedem Schüler und jeder Schülerin einen trockenen Schulplatz zur Verfügung stellen. Jede der neun neu gebauten Schulen wird

 Energy TOGO

Viele Dörfer sind bislang nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Kokou Heridoh gibt jeden Monat etwa drei Euro für Petroleum für etwas Licht in seiner Hütte aus. „Es stinkt die ganze Nacht und der Rauch bringt meine Kinder immer zum Husten. Strom gibt es keinen und mit der Taschenlampe, die ich vor Jahren gekauft habe, müssen wir sehr sparsam sein, die Batterien sind sehr teuer. Ich und meine Frau“, sagt Kokou, „brauchen abends nicht viel Licht. Aber wir haben vier Kinder, von denen drei in die Schule gehen. Abends wird es schnell und früh dunkel und sie müssen ihre Hausaufgaben im schwachen Licht der Petroleum-lampe machen. Einer nach dem anderen, weil das Licht nicht reicht, um die ganze Hütte auszuleuchten. Zusammen mit den Leuten vom Klimaschutzprojekt machen wir jetzt ein Solarprojekt. Jede Familie in Fokpo wird ein Solarlampen-Set bekommen und wir werden mit der Solartechnik vertraut gemacht. Wenn mal was nicht funktioniert, können wir es dann selbst reparieren.“ Solche und mehr Geschichten erzählt PROJECT TOGO Tag für Tag.

 In der gesamten Projektregion gibt es keine elektrische Versorgung. Das wiegt besonders schwer, da zum großen Teil noch Petroleum als Lichtquelle in den Hütten verwendet wird. Für Kinder ist diese Art der Lichterzeugung besonders gefährlich, das der beissende Rauch und die Russpartikel sich in den Lungen der Kinder festsetzen.

PROJECT TOGO wird in den kommenden fünf Jahren in allen Dörfern ausreichend Solarstrom zur verfügung stellen. Damit lassen sich dann die Dorfplätze und Versammlungshütten beleuchten und bieten so Kindern die Möglichkeit, mit ungefährlichem Licht auch noch nach Einbruch der Dunkelheit Schularbeiten machen zu.

 Jobs TOGO

Mit breitem Lächeln steht Mama Déabalo vor ihrem neuen Laden. Hier verkauft sie Seife, Waschmittel, Gewürze, Mehl und Zucker und Batterien. „In einigen Wochen, wenn ich wieder etwas Geld verdient habe“, sagt Mama, „werde ich meine Angebot ausweiten. Ich habe schon einige Ideen für neue Produkte, die man hier gut gebrauchen kann.“ Sie und ihr Mann haben im Mai 2012 das erste Geschäft eröffnet. „Wir wollten schon immer einen Laden aufmachen. Bisher konnten wir aber kaum Geld für den Bau der Hütte zurück legen. Alles, was wir verdient haben, haben wir meist sofort wieder für neues Saatgut und Lebensmittel ausgegeben. Das hat sich geändert, seit viele Menschen aus dem Dorf im Klimaschutzprojekt mitarbeiten und so ein zusätzliches Einkommen haben. Und weil die Leute jetzt etwas verdienen, können sie sich auch in meinem neuen Laden die Alltagsdinge kaufen, die sie brauchen.“ Solche und mehr Geschichten erzählt PROJECT TOGO Tag für Tag.

Unsere Untersuchungen auf der Projektfläche haben ergeben, dass der größte Bedarf der Bewohner bei der Bereitstellung von Arbeitsplätzen besteht. Derzeit kann auf der Projektfläche nur über den Anbau und den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte Einkommen erzielt werden. Da aber die Menschen in der Projektregion vielfach identische landwirtschaftliche Produkte anbauen, sind die Verkaufsmöglichkeiten auf den regionalen Märkten sehr beschränkt.

PROJECT TOGO wird in den kommenden fünf Jahren über die Arbeitsplätze hinaus, die in den Baumschulen und der Aufforstungsfläche entstehen, weitere Arbeitsplätze schaffen. Hier steht die Landwirtschaft mit der Ausbildungsfarm (Ökolandbau, Kleintierzucht, Milchwirtschaft) im Fokus. Darüber hinaus wird an den Rändern der Aufforstungsflächen Agroforstwirtschaft betrieben und die Samen und Früchte in der ersten und zweiten Verarbeitungsstufe vor Ort weiterverarbeitet (Moringa, Früchte u.s.w.).